Worum geht es?
Eine Elektroanlage verschwindet zum größten Teil in den Wänden. Wer später etwas ändern, reparieren oder prüfen will, braucht deshalb eine gute Dokumentation: Pläne, Listen und Protokolle.
Wie die Bedienungsanleitung und das Serviceheft beim Auto: Ohne sie muss die Werkstatt erst lange suchen.
Die Stromkreisliste
Foto: FuriousYogi, „Electrical panel opened“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Warum ist das so wichtig?
- Sicherheit: Bei einem Notfall muss man sofort wissen, welcher Schalter welchen Raum abschaltet.
- Fehlersuche: Mit Plänen findet man Fehler viel schneller.
- Änderungen: Wer später erweitert, sieht, was schon da ist und wie viel Reserve bleibt.
- Nachweis: Die Prüfprotokolle zeigen, dass die Anlage beim Übergeben in Ordnung war.
Jede Änderung an der Anlage wird in der Dokumentation nachgetragen. Eine veraltete Dokumentation ist fast so schlimm wie gar keine, weil man ihr vertraut.
Beispiel
- Installationsplan mit allen Steckdosen, Schaltern und Leuchten.
- Übersichts- oder Stromlaufplan des Verteilers.
- Stromkreisliste im Verteiler.
- Prüfprotokoll der Erstprüfung.
- Ergebnis: alles in einer Mappe für den Kunden
Typische Fehler
- Keine Beschriftung im Verteiler: Im Notfall wird geraten, welcher Schalter der richtige ist.
- Änderungen nicht nachgetragen: Der Plan zeigt etwas anderes, als wirklich verbaut ist.
- Keine Fotos vor dem Verputzen: Später weiß niemand mehr genau, wo die Leitungen liegen.
Zur Dokumentation einer Anlage gehören Pläne, Stromkreisliste, Prüfprotokolle, Anleitungen und Fotos. Sie wird bei der Übergabe ausgehändigt und bei jeder Änderung nachgetragen. Gute Dokumentation macht Arbeit sicherer und Fehlersuche schneller.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Dokumentation. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.