Worum geht es?
Ein Drehfeld ist ein Magnetfeld, das sich im Kreis dreht, obwohl sich nichts bewegt. Es entsteht, wenn drei Spulen mit den drei versetzten Strömen des Drehstroms gespeist werden.
Wie bei einer Laola-Welle im Stadion: Jeder steht nur kurz auf, aber weil alle nacheinander aufstehen, läuft die Welle im Kreis.
Drehrichtung und Drehzahl
- Rechtsdrehfeld: Die Außenleiter folgen in der Reihenfolge L1, L2, L3. Das ist bei Steckdosen und Anschlüssen vorgeschrieben.
- Drehrichtung umkehren: Zwei Außenleiter tauschen, dann dreht das Feld andersherum. Mehr im Thema Drehrichtungsumkehr.
- Prüfen: Mit einem Drehfeldmessgerät sieht man, ob ein Rechtsdrehfeld anliegt.
Bild: Christian Kral, „Rotating magnetic field“, Lizenz: CC BY 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, Standbild.
Rechenbeispiele
Eine Maschine mit 1 Polpaar (2 Pole) hängt am 50-Hz-Netz.
- ns = 60 · 501 = 3.000 1/min
- Ergebnis: 3.000 Umdrehungen pro Minute
8 Pole sind 4 Polpaare.
- ns = 60 · 504 = 750 1/min
- Ergebnis: 750 1/min: mehr Pole, langsameres Feld
Typische Fehler
- Pole und Polpaare verwechselt: 4 Pole sind 2 Polpaare. In die Formel kommt die Polpaarzahl.
- Alle drei Außenleiter getauscht: Dann bleibt die Drehrichtung gleich. Es müssen genau zwei getauscht werden.
- Drehfeld nicht geprüft: Läuft eine Pumpe falsch herum, fördert sie nicht. Vor der Inbetriebnahme Drehfeld messen.
Drei um 120° versetzte Spulen mit Drehstrom erzeugen ein Magnetfeld, das sich im Kreis dreht. Vorgeschrieben ist das Rechtsdrehfeld L1, L2, L3. Zwei Außenleiter tauschen kehrt die Drehrichtung um. Drehzahl: ns = 60 · f geteilt durch p.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Drehfeld. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.