Worum geht es?
Der Kontaktplan (KOP) ist eine Programmiersprache für SPS, die aussieht wie ein Stromlaufplan, nur um 90° gedreht. Links ist eine Stromschiene, rechts die Spulen. Dazwischen liegen Kontakte.
Ein „Strom“ fließt im Programm von links nach rechts, wenn alle Kontakte auf dem Weg leiten. Kommt er an der Spule an, wird der Ausgang eingeschaltet.
Ein Netzwerk lesen
- In Reihe: Kontakte hintereinander sind eine UND-Verknüpfung.
- Parallel: Kontakte untereinander sind eine ODER-Verknüpfung.
- Netzwerke: Ein Programm besteht aus vielen solcher Zeilen. Die SPS arbeitet sie von oben nach unten ab.
Bild: Projuktiponno, „PLC CPU DVP60ES200T“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons.
Die Öffner-Falle
Ein Anfänger fragt den Aus-Taster (ein echter Öffner) mit einem negierten Kontakt ab.
- In Ruhe ist der Öffner geschlossen, das Signal I0.1 ist 1.
- Der negierte Kontakt leitet nur bei 0, also leitet er jetzt nicht.
- Ergebnis: Der Motor lässt sich nicht einschalten
Merksatz: Im KOP fragt man den Zustand ab, bei dem der Weg frei sein soll. Ein Öffner liefert im normalen Zustand 1, also normaler Kontakt.
Typische Fehler
- Öffner im Programm noch mal negiert: Dann funktioniert die Schaltung genau falsch herum.
- Dieselbe Spule in zwei Netzwerken: Das letzte Netzwerk gewinnt, das erste ist wirkungslos.
- Selbsthaltung vergessen: Der Motor läuft nur, solange der Taster gedrückt ist.
Im KOP gibt es Kontakte (leiten bei 1), negierte Kontakte (leiten bei 0) und Spulen (Ausgänge). In Reihe heißt UND, parallel heißt ODER. Die Kontakte fragen Signale ab: Ein echter Öffner liefert in Ruhe 1 und wird deshalb meist mit einem normalen Kontakt abgefragt.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Kontaktplan (KOP). Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.