Worum geht es?
Normalerweise ist unser Stromnetz an einer Stelle mit der Erde verbunden. Darum fließt Strom durch den Körper, wenn man einen Außenleiter berührt und auf dem Boden steht. Die Schutztrennung verhindert genau das.
Wie ein Vogel auf der Hochspannungsleitung: Er berührt nur einen Draht und keinen Rückweg, deshalb fließt kein Strom durch ihn.
Die Regeln
- Trenntransformator: Er trennt den Stromkreis vom Netz. Primär- und Sekundärseite sind nur magnetisch verbunden, siehe Transformator-Prinzip.
- Nicht erden: Der Ausgang darf nicht mit Erde oder Schutzleiter verbunden werden.
- Ein Verbraucher: In der Regel hängt an einem Trenntrafo nur ein Gerät. Sonst könnte ein zweiter Fehler in einem zweiten Gerät doch einen Weg schaffen.
- Kurze, sichtbare Leitungen: damit Beschädigungen auffallen.
Foto: Asurnipal, „Shaver Socket 220V AC“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Wo wird sie eingesetzt?
- Rasiersteckdose im Bad.
- Enge Räume aus Metall, zum Beispiel in einem Kessel oder Tank. Dort steht man ständig auf leitfähigem Boden.
- Werkstatt-Prüfplätze, an denen Geräte geöffnet geprüft werden.
Die Schutztrennung schützt nur, solange auf der Sekundärseite kein zweiter Fehler auftritt. Berührt man beide Leiter gleichzeitig, fließt der Strom trotzdem durch den Körper. Sie ist also kein Freibrief für Arbeiten unter Spannung.
Typische Fehler
- Ausgang geerdet: Dann ist die Schutzwirkung weg.
- Mehrere Geräte an einem Trenntrafo: Ein Fehler in jedem Gerät kann gefährlich werden.
- Spartrafo statt Trenntrafo: Ein Spartrafo hat keine getrennten Wicklungen und trennt nicht vom Netz.
Bei der Schutztrennung kommt der Strom aus einem Trenntransformator, dessen Ausgang nicht geerdet ist. Berührt man einen Leiter, fehlt der Rückweg, und es fließt kein gefährlicher Strom. In der Regel nur ein Gerät je Trenntrafo, Ausgang nie erden.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Schutztrennung. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.