Worum geht es?
Manche Schütze dürfen nie gleichzeitig eingeschaltet sein. Bei der Wendeschaltung gäbe das einen Kurzschluss, bei der Stern-Dreieck-Schaltung ebenso. Die Verriegelung sorgt dafür, dass das unmöglich ist.
Wie bei einer Toilettentür mit Riegel: Ist sie von innen verriegelt, kann draußen niemand öffnen.
Die Arten der Verriegelung
Foto: Marcus Wong Wongm, „Mechanical interlocking frame Avenel“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Beispiel
K1 läuft schon (Rechtslauf). Jemand drückt jetzt S2 (Links).
- K1 ist angezogen, sein Öffner 21–22 im Pfad von K2 ist offen.
- S2 schließt, aber der Pfad zu K2 ist unterbrochen.
- Ergebnis: K2 kann nicht anziehen, kein Kurzschluss
Was heißt das? Um umzuschalten, muss erst Aus gedrückt werden. Mit zusätzlicher Tasterverriegelung geht es direkt.
Typische Fehler
- Schließer statt Öffner zur Verriegelung: Dann sperrt nichts, beide Schütze können anziehen.
- Eigener Öffner im eigenen Pfad: K1 sperrt sich selbst, die Spule flattert.
- Nur Tasterverriegelung: Klemmt ein Schütz, schützt sie nicht. Die Schützverriegelung ist Pflicht.
Verriegelung verhindert, dass zwei Schütze gleichzeitig anziehen. Bei der Schützverriegelung sitzt ein Öffner von K2 im Pfad von K1 und umgekehrt. Tasterverriegelung und mechanische Verriegelung kommen oft zusätzlich dazu.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Verriegelung. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.