Worum geht es?
Ein Zeitrelais ist ein Relais mit eingebauter Uhr. Es schaltet seine Kontakte nicht sofort, sondern erst nach einer einstellbaren Zeit t. Wie eine Eieruhr: Du drehst sie auf, und nach der Zeit klingelt sie.
Die beiden Grundfunktionen
- Einschaltverzögert (ansprechverzögert): Spule an, Zeit läuft, dann schaltet der Kontakt. Spule aus, Kontakt sofort zurück.
- Ausschaltverzögert (rückfallverzögert): Spule an, Kontakt schaltet sofort. Spule aus, Zeit läuft, dann fällt der Kontakt zurück.
Moderne elektronische Zeitrelais sind oft Multifunktionsrelais: Mit einem Wahlschalter stellt man außerdem Funktionen wie Impuls, Blinken oder Treppenlicht ein. Im Schaltplan bekommen die Kontakte ein kleines Zusatzzeichen, das wie ein Fallschirm aussieht. Es zeigt die Richtung, in die der Kontakt verzögert schaltet.
Foto: Dmitry G, „Old time relays“, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Beispiel
Ein Badlüfter soll nach dem Ausschalten des Lichts noch 5 Minuten laufen.
- Licht an: Die Spule des Zeitrelais bekommt Spannung, der Kontakt schaltet den Lüfter sofort ein.
- Licht aus: Die Zeit läuft.
- Nach 5 Minuten fällt der Kontakt ab.
- Ergebnis: ausschaltverzögert, t = 5 min
Typische Fehler
- Funktion verwechselt: Einschalt- statt Ausschaltverzögerung, und der Lüfter läuft erst an, wenn man schon wieder raus ist.
- Zeit falsch eingestellt: Viele Geräte haben einen Bereichsschalter (Sekunden, Minuten, Stunden). Erst den Bereich, dann die Zeit einstellen.
- Falsche Spulenspannung: Auf die Angabe an A1–A2 achten, zum Beispiel 24 V oder 230 V.
Ein Zeitrelais schaltet nach einer einstellbaren Zeit t. Einschaltverzögert: erst warten, dann schalten. Ausschaltverzögert: sofort schalten, später abfallen. Typisch sind Stern-Dreieck-Umschaltung und Lüfter-Nachlauf.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Zeitrelais. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.