Schutzeinrichtungen

Was ist
Selektivität?

Warum bei einem Fehler nicht die ganze Anlage abschalten sollte, sondern nur ein Stromkreis.
Grundlagen

Die Definition

Selektivität bedeutet: Schutzeinrichtungen in einer Anlage sind so aufeinander abgestimmt, dass bei einem Fehler nur die Sicherung oder der Schalter direkt vor der Fehlerstelle auslöst.
Merke
Alle vorgelagerten Stromkreise bleiben in Betrieb. Der Rest der Anlage merkt vom Fehler nichts.
Vorteile

Warum ist das wichtig?

Zwei Arten

Vollständige vs. Teilselektivität

Vollständige Selektivität
Bei jedem denkbaren Fehler trennt immer nur der Stromkreis direkt vor der Fehlerstelle. Alle anderen Bereiche bleiben komplett unberührt.
Teilselektivität
Selektivität ist nur bis zu einem bestimmten Fehlerstrom gegeben. Wird dieser Wert überschritten, kann auch die vorgelagerte Schutzeinrichtung mit auslösen.
So wird geprüft

Selektivität am Diagramm

Man vergleicht die Auslösekennlinien zweier Schutzeinrichtungen im Zeit-Strom-Diagramm. Liegt zwischen der Kennlinie der vorgelagerten und der nachgelagerten Einrichtung ein ausreichender Abstand, gilt die Selektivität als nachgewiesen.
t I Vorgelagerte Einrichtung Zu betrachtende Einrichtung
Faustregel

Schmelzsicherungen richtig staffeln

Bei Schmelzsicherungen der gleichen Betriebsklasse mit einem Bemessungsstrom ab 16 A gilt eine einfache Faustregel für die Selektivität:
1,6 : 1
Mindestverhältnis der Bemessungsströme zueinander
Anders gesagt: Zwischen zwei hintereinander geschalteten Schmelzsicherungen sollte mindestens eine Normgröße Abstand liegen.
Zusammenfassung

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