Spannungsfall
oder
Spannungsabfall?
Zwei Begriffe, die ständig verwechselt werden.
Wir klären den Unterschied.
Zwei Begriffe, die ständig verwechselt werden.
Wir klären den Unterschied.
Der Spannungsabfall ist eine Größe, die man direkt messen kann. Man legt ein Messgerät an ein einzelnes Bauteil oder ein Stück Leitung an und liest ab, wie viel Spannung dort tatsächlich anliegt beziehungsweise abfällt.
Messgerät direkt an einem Leitungsabschnitt angeschlossen. Das Ergebnis ist eine echte, physikalisch vorhandene Spannung an genau diesem Bauteil.
Der Spannungsfall ist dagegen keine einzelne Messung, sondern ein Vergleich. Man misst die Spannung am Anfang einer Leitung und am Ende einer Leitung und bildet anschließend die Differenz zwischen beiden Werten.
Für den Spannungsfall gibt es keinen einzelnen Messpunkt. Er entsteht erst rechnerisch aus zwei getrennten Messungen.
In der Hauptverteilung wird gemessen, am Verbraucher ebenfalls. Aus der Differenz ergibt sich der Spannungsfall auf der Leitung.
Beide Begriffe beschreiben also nicht dasselbe. Der eine beschreibt eine reale, messbare Größe an einem Bauteil. Der andere beschreibt eine berechnete Differenz entlang einer Leitung.
Fällt die Spannung an einem Bauteil ab, ist es ein Spannungsabfall. Vergleicht man Anfang und Ende einer Leitung, spricht man vom Spannungsfall.