Worum geht es?
Viele Maschinen arbeiten in einer festen Reihenfolge: erst einspannen, dann bohren, dann zurückfahren. Oder die Waschmaschine: Wasser rein, waschen, abpumpen, schleudern. So etwas nennt man Ablaufsteuerung.
Wie ein Kochrezept: Schritt 1, dann Schritt 2, dann Schritt 3. Zum nächsten Schritt geht es erst, wenn der vorige fertig ist.
Die Schrittkette
- Schritt: ein Zustand der Anlage. Immer ist genau ein Schritt aktiv.
- Aktion: was in dem Schritt passiert, zum Beispiel „Rot an“ oder „Motor vorwärts“.
- Weiterschaltbedingung (Transition): wann der nächste Schritt beginnt.
Die Bedingung kann eine Zeit sein (zeitgeführt), oder eine Meldung eines Sensors, zum Beispiel „Endschalter erreicht“ (prozessgeführt). Programmiert wird das oft in der Ablaufsprache (AS) einer SPS.
Foto: John Samuel, „Traffic Light, Vienna“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Beispiel
- Schritt 1: Werkstück einspannen. Weiter, wenn Sensor „gespannt“ meldet.
- Schritt 2: Bohrer fährt runter. Weiter, wenn Endschalter „unten“ meldet.
- Schritt 3: Bohrer fährt hoch. Weiter, wenn Endschalter „oben“ meldet.
- Schritt 4: Werkstück lösen. Weiter, wenn Sensor „offen“ meldet, dann zurück zu Schritt 1.
- Ergebnis: vier Schritte, alle prozessgeführt
Typische Fehler
- Zwei Schritte gleichzeitig aktiv: In einer einfachen Kette darf immer nur einer aktiv sein, sonst passiert Unsinn.
- Keine Rückmeldung: Nur nach Zeit weiterzuschalten ist riskant. Klemmt etwas, läuft die Kette trotzdem weiter.
- Kein sicherer Grundzustand: Nach Not-Halt oder Stromausfall muss klar sein, in welchem Schritt die Anlage startet.
Eine Ablaufsteuerung arbeitet Schritte in fester Reihenfolge ab. Jeder Schritt hat Aktionen, zwischen den Schritten stehen Weiterschaltbedingungen. Diese sind eine Zeit (zeitgeführt) oder eine Sensormeldung (prozessgeführt). Immer ist genau ein Schritt aktiv.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Ablaufsteuerung. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.