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VoltBase Steuerung Ablaufsteuerung
Thema 88 Steuerung

Ablaufsteuerung

Schritt für Schritt: wie eine Ablaufsteuerung mit Schritten, Weiterschaltbedingungen und Aktionen funktioniert, am Beispiel einer Ampel.

ca. 5 Minuten Grundlagen Quiz mit 10 Fragen
01

Worum geht es?

Viele Maschinen arbeiten in einer festen Reihenfolge: erst einspannen, dann bohren, dann zurückfahren. Oder die Waschmaschine: Wasser rein, waschen, abpumpen, schleudern. So etwas nennt man Ablaufsteuerung.

Wie ein Kochrezept: Schritt 1, dann Schritt 2, dann Schritt 3. Zum nächsten Schritt geht es erst, wenn der vorige fertig ist.

Verknüpfungssteuerung und Ablaufsteuerung Zwei Kästen. Verknüpfungssteuerung: Der Ausgang hängt nur davon ab, welche Eingänge gerade an sind. Ablaufsteuerung: Die Schritte kommen in fester Reihenfolge, einer nach dem anderen. VerknüpfungssteuerungAusgang hängt nur von denEingängen jetzt gerade abz. B. Treppenlicht Ablaufsteuerungfeste Reihenfolge,ein Schritt nach dem anderenz. B. Ampel, Waschmaschine Die Ablaufsteuerung merkt sich, wo sie gerade ist
Der Unterschied: Bei der Verknüpfungssteuerung zählt nur, was gerade an den Eingängen anliegt. Die Ablaufsteuerung arbeitet Schritte in fester Reihenfolge ab und weiß immer, in welchem Schritt sie gerade ist.
02

Die Schrittkette

Schrittkette einer Ampel Vier Schritte untereinander: Rot, Rot und Gelb, Grün, Gelb. Zwischen den Schritten stehen Querstriche mit der Weiterschaltbedingung, zum Beispiel nach 10 Sekunden. Nach Schritt 4 geht es zurück zu Schritt 1. 1Rotnach 10 s2Rot und Gelbnach 2 s3Grünnach 10 s4Gelbnach 3 s Aktion: Rot an zurück Kasten = Schritt, Querstrich = Weiterschaltbedingung, rechts = Aktion
Die Ampel als Schrittkette: Jeder Kasten ist ein Schritt, rechts daneben steht, was in diesem Schritt passiert (Aktion). Der Querstrich darunter ist die Weiterschaltbedingung, hier eine Zeit. Ist sie erfüllt, geht es zum nächsten Schritt. Der Startschritt 1 hat einen dicken Rahmen. Nach Schritt 4 springt die Kette zurück zu 1.
  • Schritt: ein Zustand der Anlage. Immer ist genau ein Schritt aktiv.
  • Aktion: was in dem Schritt passiert, zum Beispiel „Rot an“ oder „Motor vorwärts“.
  • Weiterschaltbedingung (Transition): wann der nächste Schritt beginnt.

Die Bedingung kann eine Zeit sein (zeitgeführt), oder eine Meldung eines Sensors, zum Beispiel „Endschalter erreicht“ (prozessgeführt). Programmiert wird das oft in der Ablaufsprache (AS) einer SPS.

Verkehrsampel in Wien
Verkehrsampel in Wien: Eine Ampel ist das bekannteste Beispiel für eine Ablaufsteuerung. Rot, Rot-Gelb, Grün und Gelb kommen immer in derselben Reihenfolge. Jede Phase dauert eine feste Zeit oder wartet auf eine Bedingung, zum Beispiel auf den Druck einer Fußgängertaste.

Foto: John Samuel, „Traffic Light, Vienna“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.

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Beispiel

01 Bohrmaschine als Schrittkette
  1. Schritt 1: Werkstück einspannen. Weiter, wenn Sensor „gespannt“ meldet.
  2. Schritt 2: Bohrer fährt runter. Weiter, wenn Endschalter „unten“ meldet.
  3. Schritt 3: Bohrer fährt hoch. Weiter, wenn Endschalter „oben“ meldet.
  4. Schritt 4: Werkstück lösen. Weiter, wenn Sensor „offen“ meldet, dann zurück zu Schritt 1.
  5. Ergebnis: vier Schritte, alle prozessgeführt
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Typische Fehler

  • Zwei Schritte gleichzeitig aktiv: In einer einfachen Kette darf immer nur einer aktiv sein, sonst passiert Unsinn.
  • Keine Rückmeldung: Nur nach Zeit weiterzuschalten ist riskant. Klemmt etwas, läuft die Kette trotzdem weiter.
  • Kein sicherer Grundzustand: Nach Not-Halt oder Stromausfall muss klar sein, in welchem Schritt die Anlage startet.
Merke

Eine Ablaufsteuerung arbeitet Schritte in fester Reihenfolge ab. Jeder Schritt hat Aktionen, zwischen den Schritten stehen Weiterschaltbedingungen. Diese sind eine Zeit (zeitgeführt) oder eine Sensormeldung (prozessgeführt). Immer ist genau ein Schritt aktiv.

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Quiz: Teste dich

Zehn Fragen zum Thema Ablaufsteuerung. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.

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