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VoltBase Maschinen Bremsen von Motoren
Thema 74 Maschinen

Bremsen von Motoren

Schnell anhalten und sicher festhalten: Federdruckbremse, Gleichstrombremsung, Gegenstrom und Frequenzumrichter einfach erklärt.

ca. 4 Minuten Grundlagen Quiz mit 10 Fragen
01

Worum geht es?

Schaltet man einen Motor aus, läuft er noch eine Weile nach. Bei einer Kreissäge, einem Kran oder einem Förderband ist das gefährlich oder unpraktisch. Motorbremsen halten den Motor schnell an und, wenn nötig, sicher fest.

Federdruckbremse ohne und mit Strom Zwei Bilder einer Federdruckbremse im Schnitt. Links ohne Strom: Eine Feder drückt die Ankerscheibe gegen die Bremsscheibe auf der Welle, der Motor ist gebremst. Rechts mit Strom: Der Elektromagnet zieht die Ankerscheibe weg, die Welle kann sich frei drehen. Magnet Strom aus: Feder drückt,Bremse hält fest Magnet Strom an: Magnet zieht,Bremse ist offen WelleBremsscheibeFeder
Die Federdruckbremse bremst, wenn der Strom fehlt: Ohne Strom drückt eine Feder die Ankerscheibe gegen die Bremsscheibe auf der Welle. Bekommt der Elektromagnet Strom, zieht er die Scheibe weg, und der Motor kann drehen. Fällt der Strom aus, bremst sie automatisch. Darum nimmt man sie bei Kränen, Aufzügen und Toren.
02

Die Bremsverfahren

Bremsverfahren im Vergleich Tabelle mit vier Bremsverfahren, wie sie arbeiten und ob sie den Motor im Stillstand festhalten. VerfahrenWie?Hält fest?FederdruckbremseFeder und Magnet, mechanischjaGleichstrombremsungGleichstrom in die WicklungneinGegenstrombremsungDrehfeld kurz umkehrenneinMit FrequenzumrichterFrequenz herunterfahrenmit Haltebremse
Abbremsen und Festhalten sind zwei Dinge: Elektrische Verfahren bremsen einen Motor schnell ab. Im Stillstand halten sie ihn aber nicht fest. Dafür braucht es eine mechanische Bremse.
  • Federdruckbremse: mechanisch, bremst ohne Strom. Sicher bei Stromausfall.
  • Gleichstrombremsung: Nach dem Abschalten fließt kurz Gleichstrom durch die Wicklung. Das feste Magnetfeld bremst den Läufer.
  • Gegenstrombremsung: Zwei Außenleiter werden kurz getauscht, der Motor will andersherum drehen. Muss beim Stillstand sofort abgeschaltet werden, sonst läuft er rückwärts an.
  • Mit Frequenzumrichter: Die Frequenz wird heruntergefahren, der Motor arbeitet kurz als Generator. Die Energie geht in einen Bremswiderstand oder zurück ins Netz.
Elektromagnetische Bremsen als Produktbild
Elektromagnetische Bremsen: Diese Bauart bremst, wenn Strom fließt. Das ist praktisch für Maschinen, die gezielt angehalten werden. Wo bei Stromausfall nichts herunterfallen darf, nimmt man dagegen die Federdruckbremse, die ohne Strom bremst.

Bild: Emffren, „Akım Baskılı Frenler“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons.

03

Rechenbeispiel

01 Wie viel Wärme macht der Bremswiderstand?

Beim Abbremsen fließen 10 kW für 3 Sekunden in einen Bremswiderstand.

  1. W = P · t = 10.000 W · 3 s = 30.000 Ws
  2. in Wh: 30.000 Ws3.600 ≈ 8,3 Wh
  3. Ergebnis: 30.000 Joule werden Wärme, der Widerstand wird heiß
04

Typische Fehler

  • Elektrische Bremse als Haltebremse: Im Stillstand hält sie nichts fest. Bei Kränen und Aufzügen braucht es eine mechanische Bremse.
  • Gegenstrom zu lange: Der Motor läuft rückwärts an. Ein Drehzahlwächter muss im Stillstand abschalten.
  • Bremse falsch angeschlossen: Öffnet die Bremse nicht, läuft der Motor gegen die Bremse und überhitzt.
Merke

Die Federdruckbremse bremst ohne Strom und hält sicher fest, auch bei Stromausfall. Gleichstrom- und Gegenstrombremsung bremsen elektrisch, halten aber nicht fest. Mit Frequenzumrichter wird die Bremsenergie in einem Bremswiderstand zu Wärme oder zurück ins Netz gespeist.

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Quiz: Teste dich

Zehn Fragen zum Thema Bremsen von Motoren. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.

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