Worum geht es?
Am Netz dreht ein Drehstrommotor fast immer gleich schnell, weil das Netz immer 50 Hz hat. Ein Frequenzumrichter (kurz FU) macht daraus eine neue Frequenz, zum Beispiel 20 oder 80 Hz. Damit lässt sich die Drehzahl stufenlos verstellen.
Wie ein Gaspedal für den Elektromotor.
So steuert er den Motor
- Drehzahl: Die Drehzahl folgt der Frequenz: n = 60 · f geteilt durch p, siehe Drehfeld.
- Sanftanlauf: Der FU fährt die Frequenz langsam hoch. Kein hoher Anlaufstrom.
- Energie sparen: Pumpen und Lüfter brauchen bei halber Drehzahl nur noch einen Bruchteil der Leistung.
Foto: C J Cowie, „Small variable-frequency drive“, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Frequenzumrichter erzeugen Störungen. Die Motorleitung sollte geschirmt sein. Vor einem FU kann ein normaler FI-Schalter nicht richtig arbeiten, denn bei einem Fehler kann glatter Gleichstrom fließen. Oft ist ein allstromsensitiver FI (Typ B) nötig. Herstellerangaben beachten.
Rechenbeispiele
Ein Motor mit 2 Polpaaren läuft am FU mit 30 Hz.
- ns = 60 · 302 = 900 1/min
- Ergebnis: etwa 900 1/min, abzüglich etwas Schlupf
Bei 50 Hz sind es 400 V. Wie viel bei 30 Hz?
- U = 400 V · 30 Hz50 Hz = 240 V
- Ergebnis: etwa 240 V
Typische Fehler
- Normaler FI vor dem FU: Kann bei einem Fehler blind werden. Passenden FI-Typ wählen.
- Ungeschirmte Motorleitung: Störungen in anderen Geräten, Radios und Steuerungen.
- Lange bei sehr niedriger Drehzahl: Der eingebaute Lüfter des Motors dreht dann langsam und kühlt schlecht. Eventuell Fremdlüfter nötig.
Ein Frequenzumrichter macht aus dem 50-Hz-Netz eine neue Frequenz: Gleichrichter, Zwischenkreis, Wechselrichter. Damit lässt sich die Motordrehzahl stufenlos verstellen. Spannung und Frequenz steigen gemeinsam. Geschirmte Motorleitung und passender FI-Typ sind wichtig.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Frequenzumrichter. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.