Worum geht es?
Der Funktionsplan (FUP) ist eine Programmiersprache für SPS und Kleinsteuerungen. Statt Text schreibt man Kästen, die mit Linien verbunden werden. Jeder Kasten ist eine logische Verknüpfung.
Wie ein Rezept mit Bildern: Zutaten links rein, Ergebnis rechts raus.
Die wichtigsten Bausteine
- UND (&): Ausgang 1, wenn alle Eingänge 1 sind.
- ODER (≥1): Ausgang 1, wenn mindestens ein Eingang 1 ist.
- NICHT (Kreis): dreht ein Signal um.
- XOR (=1): Ausgang 1, wenn genau ein Eingang 1 ist.
- Speicher (SR oder RS): merkt sich ein Ereignis, wie eine Selbsthaltung.
- Zeitglieder: Einschalt- und Ausschaltverzögerung wie ein Zeitrelais.
Foto: Mister rf, „MMC4068“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Beispiel
Eine Presse darf nur laufen, wenn beide Hände auf zwei Tastern liegen (I0.2 und I0.3).
- Beide müssen gedrückt sein, also UND.
- Kasten mit &, Eingänge I0.2 und I0.3, Ausgang Q0.1.
- Ergebnis: Q0.1 nur, wenn beide Taster gedrückt sind
Wichtig: Eine echte Zweihandsteuerung an Maschinen braucht geprüfte Sicherheitstechnik. Das Beispiel zeigt nur die Logik.
Typische Fehler
- UND und ODER verwechselt: Mit ODER läuft die Presse schon mit einer Hand.
- Negation vergessen: Ein Öffner liefert in Ruhe eine 1. Wer das nicht beachtet, bekommt genau das Gegenteil.
- SR statt RS: Beim SR-Baustein mit R1 hat Rücksetzen Vorrang. Für Maschinen ist das die sichere Wahl.
Im FUP sind Verknüpfungen Kästen: & heißt UND, ≥1 heißt ODER, ein Kreis heißt NICHT. Eingänge links, Ausgang rechts. Der Speicherbaustein merkt sich Zustände, bei R1 hat Rücksetzen Vorrang.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Funktionsplan (FUP). Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.