Worum geht es?
Strom sieht man nicht, hört man nicht und riecht man nicht. Trotzdem kann er lebensgefährlich sein. Fließt Strom durch den Körper, stört er die Nerven, die Muskeln und das Herz steuern.
Was Strom im Körper anrichtet
- Muskelkrampf: Die Hand schließt sich um das Kabel und lässt nicht mehr los.
- Herzkammerflimmern: Das Herz zuckt nur noch und pumpt kein Blut mehr. Ohne Hilfe stirbt man in wenigen Minuten.
- Verbrennungen: an den Ein- und Austrittsstellen, aber auch innen im Körper.
- Lichtbogen: Bei einem Kurzschluss entstehen Tausende Grad Hitze und grelles Licht, das die Augen schädigt.
- Sturz: Durch den Schreck fällt man von der Leiter. Solche Folgeunfälle sind sehr häufig.
Foto: OathOn, „Electrical hazard warning sign“, Lizenz: CC0 (gemeinfrei), Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Rechenbeispiele
Der Körper hat von der Hand zu den Füßen etwa 1.000 Ω.
- I = 230 V1.000 Ω = 0,23 A = 230 mA
- Ergebnis: 230 mA, weit über der Gefahrengrenze
- I = 24 V1.000 Ω = 24 mA
- Ergebnis: viel weniger, aber spürbar
Was heißt das? Bei trockener Haut ist der Widerstand meist größer und der Strom kleiner. Bei nasser Haut kann er viel kleiner sein. Darum ist Strom im Bad und draußen besonders gefährlich.
Typische Fehler
- „230 V hat mich schon mal gezwickt, ist nicht schlimm“: Ob es harmlos ausgeht, hängt von Zufällen ab. Beim nächsten Mal kann es tödlich sein.
- Nach einem Stromschlag nicht zum Arzt: Herzrhythmusstörungen können auch Stunden später auftreten. Immer ärztlich untersuchen lassen.
- Nasse Hände, nasser Boden: Wasser senkt den Widerstand und macht den Strom größer.
Gefährlich ist der Strom durch den Körper. Ab etwa 10 mA kann man nicht mehr loslassen, ab etwa 50 mA droht Herzkammerflimmern. Bei 230 V und etwa 1.000 Ω fließen 230 mA. Nach jedem Stromschlag zum Arzt. Mehr zur Hilfe im Thema Erste Hilfe bei Stromunfall.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Gefahren des elektrischen Stroms. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.