Worum geht es?
Eine Schützsteuerung schaltet große Verbraucher wie Motoren mit einem Schütz. Das Schütz hat dicke Hauptkontakte für den großen Strom und kleine Hilfskontakte für die Steuerung.
Der Schaltplan besteht deshalb immer aus zwei Teilen: dem Hauptstromkreis und dem Steuerstromkreis.
Kennzeichnung und Nummern
Jedes Gerät im Plan hat einen Kennbuchstaben:
- K für Schütze und Relais, zum Beispiel K1,
- F für Schutzgeräte, zum Beispiel F1 Sicherung, F2 Motorschutz,
- S für Taster und Schalter,
- H für Meldeleuchten,
- M für Motoren.
Foto: Kae, „Contactor DIN“, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Beispiel
Eine Leuchte H1 soll leuchten, wenn der Motor läuft, also wenn K1 angezogen hat.
- Sie braucht einen Kontakt, der bei angezogenem Schütz schließt.
- Das ist ein Schließer, Funktionsziffern 3–4.
- Ergebnis: zum Beispiel K1 13–14 oder 43–44
Typische Fehler
- Öffner statt Schließer: 21–22 statt 13–14, und die Meldeleuchte leuchtet genau dann, wenn der Motor steht.
- Motorschutzrelais ohne Hilfskontakt im Steuerkreis: Es erkennt die Überlast, aber das Schütz fällt nicht ab.
- Spulenspannung falsch: Eine 24-V-Spule an 230 V brennt sofort durch, eine 230-V-Spule an 24 V zieht nicht an.
Der Hauptstromkreis führt den großen Motorstrom über Sicherung, Hauptkontakte des Schützes und Motorschutz. Hauptkontakte heißen 1–2, 3–4, 5–6. Bei Hilfskontakten heißt die Endziffer 3–4 Schließer und 1–2 Öffner. Die Spule hat A1 und A2.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Schützsteuerung. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.