Worum geht es?
Ein Stromlaufplan zeigt, wie eine Schaltung funktioniert. Jedes Gerät wird in seine Teile zerlegt: Die Spule eines Schützes steht an einer Stelle, seine Kontakte an ganz anderen Stellen. Das nennt man aufgelöste Darstellung.
Wie eine Landkarte mit Straßen: Jeder Strompfad ist eine Straße von L nach N, auf der der Strom fahren kann, wenn alle „Ampeln“ (Kontakte) grün sind.
Die Leseregeln
- Von oben nach unten lesen: Oben ist L, unten ist N. Der Strom fließt jeden Pfad senkrecht hinunter.
- Ruhestellung: Alle Kontakte sind so gezeichnet, wie sie sind, wenn nichts betätigt ist und kein Strom fließt.
- Kennbuchstaben: K für Schütz, S für Taster, H für Leuchte, F für Schutzgeräte, M für Motor.
- Zusammengehörige Teile: Spule und Kontakte mit demselben Namen, zum Beispiel K1, gehören zu einem Gerät.
- Kontaktspiegel: Unter der Spule steht, in welchen Pfaden ihre Kontakte liegen.
Bild: Werren, „Wendeschütz mit Wiedereinschaltverzögerung“, Lizenz: CC BY-SA 4.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Beispiel
- Pfad 1: S0 ist geschlossen, S1 schließt, Spule K1 zieht an.
- Kontaktspiegel: K1 13–14 schließt in Pfad 2, das ist die Selbsthaltung.
- K1 43–44 schließt in Pfad 3.
- Ergebnis: K1 hält sich selbst, H1 leuchtet
Typische Fehler
- Kontakt im Plan als betätigt gelesen: Ein Öffner ist im Plan geschlossen, weil er in Ruhe geschlossen ist.
- Spule und Kontakte nicht zusammen gesehen: Was die Spule K1 tut, wirkt auf alle K1-Kontakte im ganzen Plan.
- Kontaktspiegel übersehen: Ohne ihn sucht man lange nach allen Kontakten einer Spule.
Im Stromlaufplan sind die Geräte aufgelöst dargestellt. Strompfade laufen von oben (L) nach unten (N) und sind oben nummeriert. Alle Kontakte stehen in Ruhestellung. Der Kontaktspiegel unter einer Spule zeigt, in welchem Pfad ihre Kontakte liegen.
Quiz: Teste dich
Zehn Fragen zum Thema Stromlaufplan lesen. Nach jeder Antwort bekommst du eine Erklärung. Dein Fortschritt wird auf diesem Gerät gespeichert.