Worum geht es?
Viele Maschinen müssen in beide Richtungen laufen: Tore auf und zu, Kräne hoch und runter, Förderbänder vor und zurück. Bei einem Drehstrommotor ist das ganz einfach: Man tauscht zwei Außenleiter.
Die Wendeschützschaltung
Damit nicht jemand von Hand umklemmen muss, nimmt man zwei Schütze: K1 für Rechtslauf, K2 für Linkslauf. Gesteuert werden sie mit Tastern, zum Beispiel „Rechts“, „Links“ und „Aus“.
Foto: Tony Webster, „Garage Door Motor Opener“, Lizenz: CC BY 2.0, Quelle: Wikimedia Commons, verkleinert.
Würden K1 und K2 gleichzeitig einschalten, wären L1 und L3 direkt kurzgeschlossen. Deshalb werden sie gegeneinander verriegelt: Ein Öffner von K1 sitzt im Steuerstromkreis von K2 und umgekehrt. Oft kommt zusätzlich eine mechanische Verriegelung dazu.
Beispiele
Ein Motor läuft falsch herum. Angeschlossen sind L1 an U1, L2 an V1, L3 an W1.
- Zwei Außenleiter tauschen, zum Beispiel L1 und L3.
- Neu: L3 an U1, L2 an V1, L1 an W1.
- Ergebnis: Der Motor dreht andersherum
Jemand klemmt L2 an U1, L3 an V1 und L1 an W1.
- Die Reihenfolge L1, L2, L3 ist nur verschoben, nicht umgedreht.
- Ergebnis: Die Drehrichtung bleibt gleich
Typische Fehler
- Keine Verriegelung: Werden beide Schütze gleichzeitig betätigt, gibt es einen Kurzschluss.
- Direkt von Rechts auf Links umgeschaltet: Der Motor muss gegen seine Drehung abbremsen, das gibt einen sehr hohen Strom. Bei großen Motoren erst stoppen, dann umschalten.
- Alle drei Außenleiter getauscht: Bringt nichts, die Richtung bleibt gleich.
Zwei Außenleiter tauschen kehrt die Drehrichtung eines Drehstrommotors um. In der Wendeschützschaltung schaltet K1 den Rechtslauf und K2 den Linkslauf mit getauschten Leitern. Beide Schütze müssen gegeneinander verriegelt sein, sonst gibt es einen Kurzschluss.
Quiz: Teste dich
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